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EMIVA

KI für Senioren: Was künstliche Intelligenz im Alltag wirklich kann

Von Marcelin Berens, Gründer von EMIVA ·

Künstliche Intelligenz klingt nach Technik für junge Leute. Dabei kann sie gerade älteren Menschen den Alltag leichter machen. Viele Programme verstehen heute gesprochene Sprache. Sie müssen also nichts tippen und keine Befehle lernen. Dieser Ratgeber erklärt ohne Fachbegriffe, was KI ist, welche Angebote es gibt und worauf Sie achten sollten.

Was ist KI, einfach erklärt?

KI steht für künstliche Intelligenz. Gemeint sind Computerprogramme, die Sprache verstehen und darauf antworten können. Sie haben aus sehr vielen Texten gelernt, wie Menschen sprechen und schreiben. Deshalb können sie Fragen beantworten, Texte vorlesen oder sich mit Ihnen unterhalten.

Wichtig zu wissen: Eine KI denkt und fühlt nicht wie ein Mensch. Sie kann sich irren und klingt dabei trotzdem überzeugt. Bei wichtigen Dingen wie Gesundheit, Geld oder Recht fragen Sie deshalb immer zusätzlich einen Menschen, dem Sie vertrauen.

Gibt es KI-Assistenten für Senioren?

Ja. Grob lassen sich drei Arten unterscheiden:

ArtBeispieleGut für
SprachassistentenAlexa, Google Assistant, Sirikurze Befehle: Wetter, Radio, Wecker, Licht
Chat-ProgrammeChatGPT, Gemini, CopilotFragen stellen, Texte schreiben, Dinge erklären lassen
Persönliche GesprächspartnerAngebote wie EMIVA, die sich gerade entwickelnUnterhaltungen im Alltag, die an frühere Gespräche anknüpfen

Sprachassistenten reagieren auf Befehle. Ein Gespräch im eigentlichen Sinn führen sie nicht. Chat-Programme können ausführlich antworten, sind aber für alltägliche Fragen aller Altersgruppen gebaut. Ein persönlicher Gesprächspartner ist darauf ausgelegt, dass Sie einfach erzählen können und er mit der Zeit kennenlernt, was Ihnen wichtig ist.

Wie kann ich als Rentnerin oder Rentner KI nutzen?

Der einfachste Einstieg ist das Sprechen. Viele Smartphones und Tablets haben ein Mikrofon-Symbol. Tippen Sie darauf und stellen Sie Ihre Frage so, wie Sie sie einem Menschen stellen würden. Einige Ideen für den Alltag:

  • Rezepte mit den Zutaten aus dem Kühlschrank vorschlagen lassen
  • einen Brief an die Krankenkasse oder einen Glückwunsch vorformulieren lassen
  • schwierige Begriffe aus einem Schreiben erklären lassen
  • sich an einen Termin erinnern lassen
  • über ein Thema plaudern, das Sie interessiert, vom Garten bis zur Geschichte Ihrer Stadt

Viele Volkshochschulen bieten inzwischen Kurse zu KI für Senioren an. Dort können Sie in Ruhe und mit Begleitung ausprobieren.

Welche Apps sind für Senioren sinnvoll?

Sinnvoll ist eine App, wenn sie drei Dinge erfüllt:

  1. Große, klare Bedienung. Wenige Schaltflächen, gut lesbare Schrift, kein Werbegewirr.
  2. Sprechen statt tippen. Sie sollten ganz normal reden können, ohne feste Befehle.
  3. Transparenz. Sie sehen jederzeit, ob das Mikrofon an ist und was die App gespeichert hat.

Nehmen Sie sich Zeit für den Einstieg. Es ist völlig in Ordnung, wenn Kinder oder Enkel beim Einrichten helfen. Was Sie danach nutzen und was nicht, entscheiden Sie selbst.

Gibt es KI für Senioren kostenlos?

Ja. Die Sprachassistenten auf Smartphones sind meist kostenlos dabei. Auch Chat-Programme wie ChatGPT oder Gemini haben kostenlose Grundversionen. Beachten Sie aber: Kostenlose Angebote finanzieren sich oft über Daten oder Werbung. Lesen Sie deshalb nach, was mit Ihren Gesprächen geschieht, und geben Sie keine Kontonummern, Passwörter oder Gesundheitsdaten ein.

Worauf sollten Sie beim Datenschutz achten?

  • Wo werden die Daten verarbeitet? Anbieter mit Sitz und Servern in der EU unterliegen der Datenschutz-Grundverordnung.
  • Was wird gespeichert? Gute Angebote zeigen Ihnen, woran sie sich erinnern, und lassen Sie das korrigieren oder löschen.
  • Wer sieht mit? Angehörige sollten nur das sehen, was Sie selbst freigeben.
  • Ist klar, dass es eine KI ist? Ein seriöses Angebot gibt sich nie als Mensch aus.

Was EMIVA anders machen möchte

EMIVA ist ein persönlicher Gesprächspartner auf Basis künstlicher Intelligenz, entwickelt für ältere Menschen. Sie sprechen ganz normal, ohne Befehle. Mit Ihrer Zustimmung kann sich EMIVA an Menschen, Geschichten und Dinge erinnern, die Ihnen wichtig sind, und später daran anknüpfen. Sie entscheiden, was EMIVA sich merkt, und sehen es jederzeit ein.

EMIVA befindet sich in Entwicklung und wird gerade mit Testfamilien erprobt. Wenn Sie EMIVA früh kennenlernen möchten, können Sie sich als Testfamilie vormerken lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • KI versteht heute gesprochene Sprache. Sie müssen nichts tippen.
  • Es gibt Sprachassistenten, Chat-Programme und persönliche Gesprächspartner.
  • Viele Angebote sind kostenlos, achten Sie dann besonders auf Ihre Daten.
  • Bei wichtigen Entscheidungen fragen Sie zusätzlich einen Menschen.
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